Der Sprung von der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit… so funktioniert es: Durch Fördermittel vom Arbeitsamt

Arbeitssuchende und Langzeitarbeitslose haben gute Chancen, in der Selbstständigkeit eine neue berufliche Zukunftsperspektive zu finden.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Förderungen von der Agentur für Arbeit für Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit.

Beziehen Sie Arbeitslosengeld 1, so haben Sie in diesem Fall beim Start in die Selbstständigkeit die Möglichkeit, den so genannten Gründungszuschuss zu beantragen.

Sind Sie bereits langzeitarbeitslos und beziehen Arbeitslosengeld 2 (Hartz IV) so beantragen Sie das so genannte Einstiegsgeld. Dieses wird maximal für die Dauer von zwei Jahren gezahlt.

Wichtige Hinweise:

In beiden Fällen behält sich das Arbeitsamt vor, die Anträge  auf bestimmte Voraussetzungen zu prüfen, denn es handelt sich bei beiden Zuschüssen um eine so genannte Ermessensleistung der Arbeitsagentur. Damit besteht also kein Rechtsanspruch auf diese Leistung, sondern es liegt im Ermessen der Agentur, ob sie es für ausreichend begründet hält, die Subvention zu gewähren.

Sowohl das Einstiegsgeld als auch der Gründungszuschuss sind Subventionen zur  Förderung der Selbstständigkeit, die zusätzlich zum ALG eins oder zwei gezahlt werden und die nicht zurückgezahlt werden müssen. Zusätzlich gibt es in bestimmten Fällen noch die Möglichkeit, weitergehende Förderungen für die Beschaffung von Sachgütern zu beantragen (max. 5000,-€)

Förderungsfähig für das Einstiegsgeld sind  alle Personen, die die Anspruchsvorausseztungen der §§ 7ff SGB II erfüllen, also ALG 2 erhalten sowie alle, die aus ALG I herausgefallen sind oder nie einen Arbeitslosengeldanspruch hatten (z.b. Mütter, Studenten), wenn:

-  der Antragsteller ein Konzept mit  aussagekräftigen Inhalten in Bezug auf die Fähigkeiten und die wirtschaftliche Tragfähigkeit sowie die persönliche Eignung des Antragstellers vorlegen können. Liegen keine aussagekräftigen Fähigkeiten vor, besteht die Möglichkeit, eine Maßnahme zur Eignungsfeststellung oder einen Existenzgründungskurs zu erhalten.

-  der Antragsteller sich an mindestens 15 Wochenstunden hauptberuflich selbstständig macht.

-  er einen qualifizierten Businessplans und einen Lebenslauf vorlegen kann.

Höhe und Dauer des Einstiegsgeldes werden auf der Grundlage des monatlichen Regelbedarfs errechnet und werden durch den Fallmanager der Arbeitsagentur bestimmt.  Für gewöhnlich läuft die Leistung  für die Dauer zwischen sechs Monaten und einem Jahr, längstens bis zu 24 Monate. Im Durchschnitt kommen und 202 € pro Monat zur Auszahlung.

Vorteil dieser Leistung ist, sie ist weitgehend risikolos. Sie wird nicht versteuert und der Empfänger ist weiterhin gesetzlich kranken-, renten- und arbeitslosenversichert.

Sind Sie wieder in die Arbeitswelt eingestiegen und haben Ihre eigene Existenz gegründet, wird das Einstiegsgeld regelmäßig überprüft. Der Zuschuss kann sogar den Bedürfnissen angepasst werden. Dazu muss der Empfänger natürlich seine  Einnahme/Überschuss-Rechnung zur Kontrolle des Gewinns vorlegen. Auch die monatliche Entwicklung des Unternehmens wird dokumentiert. Diese Dokumentation wird je nach Agentur unterschiedlich gehandhabt.

Damit es hier nicht zu Liquiditätsengpässen kommt, wenn eine Leistung gekürzt werden sollte oder sogar für einen Monat einmal komplett wegfällt, halten wir eine kompetente Beratung für sinnvoll.  Unsere Finanzberatung unterstützt Sie bei der Erstellung eines Liquiditätsplanes und hat wertvolle Tipps für Sie auf Lager.

Wir begleiten Sie hier auch kompetent bei Ihrem Antrag und der Erstellung von Konzepten und weiteren Plänen.

Später können unsere Beratungskosten im Rahmen einer Gewinn- und Verlustrechnung abgesetzt werden und außerdem schmälern die Beratungskosten den Gewinn.

Sprechen Sie uns auf Ihre persönlichen Fragen gerne unverbindlich an. So kann der Start in die Selbstständigkeit gut gelingen.