Die Cloud!? Was ist das eigentlich?

In den letzten 5 Jahren ist sie immer öfter in aller Munde - die Cloud. Jeder spricht über Cloud und Clouddienste, aber worum handelt es sich hierbei eigentlich genau, was hat der Benutzer davon und welche Risiken gibt es.

Wenn man das englische Wort Cloud wörtlich übersetzt bedeutet dies Wolke. So könnte man vermuten es käme daher, dass die Daten irgendwo nonlokal  "umherschwirren". Das ist allerdings nicht so. Es bedeutet vielmehr, dass der Benutzer frei und ortsungebunden auf seine Daten zugreifen kann.

Die Daten und Dienste sind also sehr wohl ortsgebunden abgelegt. Doch wie kann man sich so einen Ort vorstellen? Im Wesentlichen ist ein Cloud Datencenter ein Zusammenspiel von vielen Computern mit einer riesigen Menge an Festplatten und Speicherplatz. Diese Datencenter können ganz schnell die Größe von mehreren Fußballfeldern annehmen. Falls es Sie interessiert, schauen Sie sich das 5 min. Video zu einem Google Datencenter an, dann bekommen Sie eine Vorstellung davon, wie groß so etwas ist.

Google Datencenter

Was für Vorteile bieten nun die Cloud bzw. Clouddienste? Einen Vorteil habe ich am Anfang schon genannt, man kann von überall (wo eine Internetverbindung besteht) auf die in der Cloud gespeicherten Daten zugreifen. Noch bevor die heute bekannten Clouds angeboten wurden, war dies bereits mit den E-Mail Diensten möglich. Die Cloud und Clouddienste sind daraus hervorgegangen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man die Daten zwischen den verschiedenen Geräten (Smartphone, Tablet, Laptop etc.) sehr leicht synchronisieren kann. Somit können Daten z.B. vom Tablet hochgeladen werden und Sie können später im Büro vom Laptop darauf zugreifen.

Auch die Arbeit in Teams lässt sich dadurch vereinfachen. Die Mitarbeiter im Außendienst laden Daten hoch und Mitarbeiter im Büro greifen darauf zu oder umgekehrt. In jedem Fall greifen alle auf die gleichen Daten zu und arbeiten immer mit der aktuellsten Version.

Clouddienste gehen hier noch einen Schritt weiter. Mit diesen Diensten können Sie die Daten direkt in der Cloud bearbeiten, so dass ein Download des eigentlichen Dokumentes nicht mehr erforderlich ist und auch keine Programme auf dem jeweiligen Gerät installiert werden müssen. Zusätzlich entfällt die Bindung an ein Betriebssystem. Bestes Beispiel ist hier Office 365 von Microsoft. Dies können Sie nutzen unabhängig davon, ob Sie einen Apple, Microsoft oder Linux Rechner haben.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Ihre Daten nicht weg sind falls Ihr Computer einmal defekt sein sollte oder geklaut wird.

Dabei stellt sich dann direkt die Frage nach der Sicherheit der Daten.

Hier muss man unterscheiden zwischen der Sicherheit der Daten und dem Zugriffsschutz.

Die Sicherheit der Daten ist bei allen Anbietern sehr hoch. Es sind immer Backups der Daten vorhanden und je nach Nutzung der Systeme auch eine Versionsverfolgung, so dass auch Veränderungen schrittweise nachvollzogen werden können.

Die einzige Schwachstelle ist der Zugriffsschutz. Diese Schwachstelle liegt aber nicht auf der Seite der Anbieter sondern bei den Nutzern. Viele User sind sich hier nicht bewusst, dass Ihr Benutzername und Ihr Passwort die einzige Barriere für den Zugriff auf Ihre Daten sind und wählen zu schwache Passwörter. Dies macht es Fremden leicht, unauthorisiert auf Daten zuzugreifen.

Die Kunst in der heutigen Zeit ist es, wie so oft, den für sich richtigen Anbieter mit den Diensten zu finden welche man benötigt und ein starkes Passwort zu generieren. Auch dabei gibt es Hilfen.

Ich berate Sie gerne zu diesen Themen.

IT-Service Stefan Kredt